Innenansicht der Runge-Orgel in Döbbersen, Foto: Heiko Preller

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Details unserer Orgeln

Eine Orgel des produktivsten Orgelbauers Mecklenburgs

Inneres der Orgel von Friedrich Friese III, 1868 in der Dorfkirche Neuburg, Foto: Heiko Preller

Diese Orgel gehört zu den größeren einmanualigen Orgeln Friedrich Frieses (III). Die Manualdisposition ist mit einem Prinzipalaufbau bis zur Mixtur recht klassisch angelegt. Drei Register im Pedal sind ebenfalls nicht die Norm in Frieses Schaffen kleiner Orgeln. Schließlich zeigt auch der Spieltisch ein ungewöhnliches Bild: zu beiden Seiten der Manuaklaviatur liegen die Registerzüge in horizontaler Anordnung, was an alte norddeutsche Barockorgeln erinnert. Das Instrument ist original erhalten und wurde 1987 durch den Orgelbau Voigt (Bad Liebenwerda) restauriert.

Friedrich Ludwig Theodor Friese, genannt Friese (III), wurde 1827 in Schwerin geboren. Als Sohn des Hoforganisten und Orgelbauers Friedrich Friese war er bereits in vierter Generation Orgelbauer. Seine Lehrzeit begann wahrscheinlich beim Vater in Schwerin. Er hatte früh Kontakt zu den bedeutenden Orgelbauern Carl August Buchholz (Berlin) und Aristide Cavaillé-Coll (Paris). 1850 stellte er die erste eigene Orgel in der väterlichen Werkstatt her, sie steht noch heute in Dambeck bei Wismar. 1856 wurde er offiziell Firmenchef. Mit 110 neuen Orgeln wurde er zum produktivsten einheimischen Orgelbauer in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sein größtes Werk steht in der Paulskirche Schwerin. Friedrich Friese (III) starb 1896 in Schwerin.

Disposition: ein Manual, Pedal, mechanische Schleifladen, 11 Register

1. Manual /C-d3

  • Bourdun 16’
  • Principal 8’
  • Flöte 8’
  • Gedact 8’
  • Salicional 8’ ab c’
  • Octave 4’
  • Octave 2’
  • Mixtur 3fach

Pedal / C-c1

  • Subbaß 16’
  • Principalbaß 8’
  • Baßflöte 8’

Pedalkoppel

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