Innenansicht der Runge-Orgel in Döbbersen, Foto: Heiko Preller

Kleine und große Königinnen

Details unserer Orgeln

Wieder in neuem Glanz

Die Orgel steht seit 1796 auf der Westempore. Heinrich Schmidt aus Dobbertin erhielt den Auftrag, ein kleines Orgelpositiv aus Bützow in Ruchow aufzustellen. Es handelte sich um das Positiv, dass seit wenigen Jahren restauriert im Altarraum steht. Um dem kleinen Instrument eine dem großen Raum optisch angemessene Größe zu geben, erweiterte er das Gehäuse nach allen Seiten und baute eine Windlade für zwei zusätzliche Register. Dafür musste eine zweite Tonmechanik angelegt und an die vorhandene gekoppelt werden, was von Anfang an sehr dilettantisch geschah. Störanfälligkeiten waren vorprogrammiert. Außerdem behinderte die Mechanik und der durch spätere klangliche Veränderungen immer enger gewordene Innenraum jegliche Wartungsmöglichkeiten. Mit der Herausnahme des Orgelpositivs 2012 mussten wesentliche Teile neu geschaffen werden. Die Windlade von Heinrich Schmidt blieb erhalten und wurde aufwändig restauriert. Das gesamte Pfeifenwerk wurde neu hergestellt. Die Arbeit führte Reinalt Johannes Klein aus Lübeck aus. Aus der Bauzeit 1796 blieb neben dem Gehäuse, der oberen Windlade und Teilen der Traktur vor allem die Balganlage hinter der Orgel erhalten.

Reinalt Johannes Klein stammt aus Konstanz. Nach der  Orgelbaulehre bei Mönch & Prachtei (Überlingen) war er bei Claude Jaccard in Frankreich, Gebr. Späth Orgelbauund Harald Rapp (Ennetach) tätig. 1988 bis 1992 Studium der Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. 1998 eigene Werkstatt in Leipzig. 1999–2001 Leiter der Metallpfeifenwerkstatt des Göteborg Organ Art Center beim Bau der norddeutschen Barockorgel in Göteborg. Seit 2008 Werkstatt in Lübeck.

Disposition: ein Manual, angehängtes Pedal, mechanische Schleiflade, 6 Register

Manual / C-c3

  • Principal 8‘                
  • Gedackt 8‘     
  • Octava 4‘       
  • Rohrflöte 4‘   
  • Nasat 3‘         
  • Octava 2‘

Pedal / C-c1, fest angehangen

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