Innenansicht der Runge-Orgel in Döbbersen, Foto: Heiko Preller

Kleine und große Königinnen

Details unserer Orgeln

Ein Zwilling in Mecklenburg

Spieltisch der Winzer-Orgel in Brüel, Foto: Heiko Preller

Diese Orgel gehört zu den frühesten Instrumenten, die der seit 1840 in Wismar lebende Orgelbauer Winzer neu geschaffen hatte. Die Orgel steht noch ganz im Zeichen von Winzers Lehrmeister Schulze in Paulinzella. Das betrifft sowohl die Disposition (die Zusammenstellung der Pfeifenreihen), die Anlage der inneren Technik als auch das Äußere. Und hier darf man stutzig werden. Genau die gleiche Orgel steht in Heringen, gebaut im Jahr 1843 durch Schulze. Angenommen werden darf folgendes: entweder brachte Winzer den Entwurf aus seiner Schulze-Zeit mit oder er ließ das Gehäuse mangels eigener Möglichkeiten bei Schulze bauen.

Nachdem es die verschiedensten und teilweise absurden Ideen für die Orgel gab, wurde sie 1992/93 durch die Firma Schuke (Potsdam) so restauriert, wie sie einst gebaut worden war. Es gab kaum Verluste ihrer Substanz.

Die Orgel hat sieben Register (Pfeifenreihen) für das Manual. Fünf dieser Register können von den Ventilen der Pedalklaviatur ebenfalls genutzt werden, was als Transmission bezeichnet wird.

Disposition: ein Manual, Pedal, 7 Register und 5 Transmissionen

Manual / C-f3, mechanische Schleiflade

  • Bordun 16’
  • Principal 8’                                       
  • Hohlfloete 8’                                     
  • Viola di Gamba 8’ [Baß bis d1]        
  • Fugara 8’ [Diskant ab dis1]               
  • Gedact 8’                                          
  • Octave 4’                               
  • Mixtur 2’ 3fach                                 

Pedal / C-d1 (Transmission)

  • Subbaß 16’                 aus Bordun 16’
  • Principalbaß 8’           aus Principal 8’
  • Violoncello 8’             aus Viola di Gamba 8’
  • Gedactbaß 8’             aus Hohlflöte 8’
  • Octave 4’                    aus Octave 4’

Sie hören diese Orgel in diesem Konzert.

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