Innenansicht der Runge-Orgel in Döbbersen, Foto: Heiko Preller

Kleine und große Königinnen

Details unserer Orgeln

Das Werk eines Winzer-Schülers

Bruder-Orgel in Witzin, Foto: Heiko Preller

Ganz im Stil der romantischen Orgeln, die Bruder bei seinem Meister Winzer jahrelang mitgebaut hatte, schuf er auch eigene Instrumente. Und doch ist die Disposition in Witzin eine besondere, weil sie sich auch am klassischen Klangbild orientiert und bis zur kleinen Pfeifenreihe der Octave 2’ an Orgeln des frühen 19. Jahrhunderts erinnert. Die Auswahl dieser wenigen Register macht das Instrument interessant und lässt eine breite Palette unterschiedlicher Klangmöglichkeiten variieren.

Edmund Bruder wurde 1845 in Augstedt (Thür.) geboren. Aus welchen Beweggründen der Thüringer nach Wismar kam ist leider unbekannt. 1869 war er bei Friedrich Wilhelm Winzer als Gehilfe beschäftigt. Vermutlich hatte er auch in dieser Werkstatt den Orgelbau erlernt. 1873 blieb er in der Werkstatt weiter tätig, die Friedrich August Mehmel nach Winzers Rückzug übernommen hatte. Ab 1877 arbeitete Bruder dann in einer eigenen Werkstatt in Wismar. Er beschäftigte sich meist mit kleinen Arbeiten, Reparaturen, Umbauten und wenigen Neubauten. Fünf Orgelneubauten sind bekannt, drei blieben erhalten. Bruder starb 1911 in Wismar.

Disposition: ein Manual, Pedal, mechanische Schleiflade, 6 Register

Manual / C-f3

  • Bordun 16‘
  • Principal 8‘
  • Hohlflöte 8‘
  • Octave 4‘
  • Octave 2‘

Pedal / C-d1

  • Subbass 16‘

Manual fest an das Pedal gekoppelt.

Sie hören diese Orgel in diesem Konzert.

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