Konzerte-Detail

Freitag ·

Wotenick

Orgel von Carl August und Carl Friedrich Buchholz, 1838 und Friedrich Albert Mehmel, 1871


Krzysztof Urbaniak

Die Musik von Johann Sebastian Bach als Ausgangspunkt einer faszinierenden Entwicklungslinie. Die perfekte Architektur und tiefe Emotionalität der Bach’schen Passacaglia stehen im Kontrast zur freieren und empfindsamen, gleichwohl ausdrucksstarken Narration der Werke von Carl Philipp Emanuel Bach. Der in Danzig wirkende Friedrich Christian Mohrheim, Schüler von Johann Sebastian Bach, eröffnet uns einen Eindruck von der Perspektive des Ostens. Der romantische Wiederentdecker des Erbes von Bach Senior – Felix Mendelssohn-Bartholdy – empfand große Begeisterung für die Orgel und gab seinen Orgelwerken eine beeindruckende Vitalität und kontrapunktische Tiefe. Mendelssohns selten gespieltes Allegro, Choral und Fuge von 1844 gerät zum glänzenden Abschluss des Konzertes.


Der Künstler

Krzysztof Urbaniak (Orgel)

studierte Orgel und Cembalo in Warschau und Stuttgart u.a. bei Ludger Lohmann und Jörg Halubek und promovierte 2012 in Krakau.
Er ist Preisträger mehrerer internationaler Orgelwettbewerbe, wie dem Arp-Schnitger-Orgelwettbewerb oder dem Willem-Hermans-Orgelwettbewerb. Nach einer Professorentätigkeit der Abteilung für Orgel, Kirchenmusik, Cembalo und Alte Musik an der Musikhochschule in Lodz, ist Krzysztof Urbaniak seit 2013 an der Musikhochschule in Krakau tätig.

Er blickt auf eine intensive Konzerttätigkeit sowie mehrere CD-Einspielungen zurück. Im Jahr 2015 publizierte er zusammen mit Martin Rost die Choralvariationen von Daniel Magnus Gronaus und vertiefte sich in Forschungsarbeiten zum Danziger Orgelbauer Andreas Hildebrandt sowie zu den Orgelbauerfamilien Nitrowski und Brandtner. Neben der künstlerischen Tätigkeit arbeitete Urbaniak 2013 bis 2016 als Orgelsachverständiger des polnischen Kulturministeriums.


DER SPIELORT:

Zurück